In der Philosophie sehe ich …

Philosophie ist Übersetzung des Eros in Logos. (Byung-Chul Han)

 

“Philosophie musst du studieren, und wenn Du nicht mehr Geld hättest, als nötig ist, um eine Lampe und Öl zu kaufen, und nicht mehr Zeit, als von Mitternacht bis zum Hahnenschrei. Das ist es, was ich in jedem Falle wiederhole, …” (Friedrich Hölderlin)

„Die Signatur des Zeitalters ist es, dass kein Mensch, ohne alle Ausnahmen, sein Leben in einem einigermaßen durchsichtigen Sinn, wie er früher in der Abschätzung der Marktverhältnisse gegeben war, mehr selbst bestimmen kann.” (Theodor W. Adorno)

… ein Handeln, das sich soziale Verankerung ebenso zum Ziel setzt wie gedanklich-geistige Klarheit. Philosophie, wie ich sie verstehe und erlebe, ist ein Werkzeug zur persönlichen Orientierung und aucasinosonline.com Lebensbewältigung. Philosophie nimmt ihren Ausgang im „Basislager des gewöhnlichen Lebens” (Peter Sloterdijk) und nähert sich in wachsenden Ringen den letzten Fragen. Meine Arbeit als Philosoph strebt nach ethisch-ästhetischer Verantwortung und Gelingen des Alltags in Theorie und Praxis.

Denn der Mensch “soll an die höhere Sphäre nicht nur gelegentlich rühren, sondern sich fest und unumkehrbar in ihr heimisch machen”. (Peter Sloterdijk) – Das vor allem ist zu bedenken, wenn wer auch immer über Ethik und Kultur spricht.  In der Philosophie sehe ich die Aufgabe, die vielfältige Zerstreuung des Menschen, seine Entfremdung durch Arbeit, Gesellschaft, Religion und Staat gänzlich und definitiv aufzuheben, indem Moral und Kultur zu seinen Lebenselementen erhoben werden. Das bedingt nicht mehr so sehr eine Arbeit an ihrer Theorie, als vielmehr ihre praktische Ausübung und Umsetzung jenseits aller Sachzwänge, jenseits von Gut und Böse.