Ethik ist Alltag: Was ist der Mensch?

Von Zeit zu ZeitDer Garten des Menschlichen

Drei Abende Zeit – zu buchen HIER !!!

Eine philosophisch-soziologisch-psychologisch-politisch motivierte & fundierte Suche, Analyse & Reflexion zur vielleicht wirksamsten & umwälzendsten ERFINDUNG, die Menschen je gemacht haben: Sie haben die Zeit, d.h. sich selbst erfunden.

„Deshalb ist alle Philosophie des Todes eine Meditation des Lebens über sich selbst und über seine unabwendbare Bedrohtheit, genauso wie alle Philosophie des Nichts ein Nachsinnen ist über das Sein und seine Grenzen in Raum und Zeit.“

(Manès Sperber, Sokrates)

1. Abend

Martin Heidegger: „Sein und Zeit“ (1927)

DER Klassiker der Philosophie im 20. Jahrhundert. Der Weg dieser Untersuchung „bleibt auch heute noch ein notwendiger, wenn die Frage nach dem Sein unser Dasein bewegen soll.“ (Heidegger): Die Frage nach dem Grund des Seins ist die Frage nach dem Sinn des Daseins. Wie René Descartes nach dem Unwiderrufbaren der menschlichen Existenz gesucht hat („Ich denke, also bin ich“), so erforscht Heidegger einen „natürlichen Weltbegriff“; denn dem Menschen soll Heimat werden.

2. Abend

Jean-Paul Sartre: „Das Sein und das Nichts“ (1943)

Die monumentale Studie über das menschliche Scheitern. Im Scheitern findet der Mensch seinen Platz. Wenn ihm das Scheitern gelingt, ist er Mensch geworden. „Wir alle sind Scheiterer.“ (Vilém Flusser) Das Wesen des Menschen liegt begründet in seiner Freiheit. Sie ist Fluch und Segen in einem. Auf der einen Seite des Grats liegt die Hölle („Die Hölle, das sind die andern.“ Sartre), das Nichts, auf der anderen Seite wartet das Sein, die Aktualität der konkreten, aber kontingenten Existenz.

3. Abend

Carl Friedrich von Weizsäcker: „Zeit und Wissen“ (1992)

„… möglicherweise das tiefste naturwissenschaftlich-philosophische Buch des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk): ein Werk, in dem der Versuch unternommen wird, Wachen und Denken, Handeln und Reflektieren in einem zeitgenössisch-intellektuellen Projekt wieder in eine überzeugende Verbindung zu bringen. Wie also können wir Heutigen uns mit all unserem Wissen, das uns als Wissende obsolet, d.h. antiquiert (Günter Anders) werden lässt, wieder ernst nehmen: So ernst, wie noch Sokrates den Menschen genommen hat. Denn die Freiheit liegt im Anfangenkönnen, nicht im Aufhörenmüssen.

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