Aktuell

15. September 2009

DER ROMAN DES PHILOSOPHEN:

“Die Axt im Wald. Eine Erzählung aus dem Bregenzerwald” von Peter Natter

Was als Mordgeschichte und kriminalistisches Rätsel beginnt, entpuppt sich bald als zutiefst menschliche Komödie. Der Bregenzerwald ist mehr als nur die mehr oder weniger malerische Kulisse für ein ebenso stilles wie schrilles Drama. Ein toter Senn im Sennkessel, ein gemeuchelter Käsemanager, jede Menge Eitelkeiten, Eifersüchteleien, fragwürdige Ehrgeizler und ein Schaf im Wolfspelz beleben die Szene. Kriminalchefinspektor Isidor Ibele von der Kripo Bregenz führt einen nervenaufreibenden Kampf gegen Trunkenbolde und schwatzhafte Society-Damen. Er ringt mit schlichten Gemütern und effekthascherischen Vorgesetzten.

Bucher Verlag Hohenems - Wien, Hardcover mit Schutzumschlag,  ca. 128 Seiten, ISBN 978-3-902679-85-7, Euro 18,50, im Buchhandel erhältlich ab 2.3.2010

Bestellungen unter: natter@quintessence.at  

ANKÜNDIGUNG:

Der Autor Peter Natter liest aus: “Die Axt im Wald”:

Donnerstag, 26. Aug. 2010, 20.15 Uhr, Sennerei Schoppernau (gemeinsam mit ZITHERmusig)

Donnerstag, 16. Sept. 2010, 19.30 Uhr, Genussbuchhandlung tiempo nuevo, Taborstraße, 1020 Wien!!! (gemeinsam mit Philipp Lingg, Akkordeon)

Donnerstag, 23. September 2010, 20.00 Uhr, Stadtbücherei Dornbirn (gemeinsam mit Philipp Lingg, Akkordeon)

Freitag, 22. Oktober 2010, 20.00 Uhr, Bücherei Hohenems (wenn möglich gemeinsam mit Philipp Lingg, Akkordeon)


VORSCHAU I:

 

MARCEL PROUST ZYKLUS

Vier Abende mit Lesung, Musik und abschließendem Diner im Gasthof KRONE in Hittisau!

6. & 20. September 2010 und 4. & 18. Oktober 2010, jeweils 20 Uhr

Kosten für Gesamtzyklus: Euro 70,- (inkl. Diner!)

Anmeldung hier, oder: gasthof@krone-hittisau.at

 

 

VORSCHAU II:

 

Philosophische Spurensuche im Bildungshaus Batschuns

30. September:

Religion und Säkularisierung: Was bedeutet es, in einer säkularisierten Welt zu leben? In einer Welt, in der Gott und Religion, Glaube und Spiritualität nur noch eine Möglichkeit unter vielen anderen sind. Wie es ist gekommen, dass Gott seinen festen Platz in der Gesellschaft, in der Wissenschaft, im Alltag der Menschen eingebüßt hat? Und vor allem: Welche Folgen zeitigt dieser Wandel? War es wirklich die Religion selbst, die das Säkulare hervorgebracht hat, wie der kanadische Philosoph Charles Taylor behauptet?

 

21. Oktober:

Religion und Fetischismus: Nicht mehr die Religion dominiert unser Leben, sondern die Fetische herrschen über uns. Das innere Afrika (Jean Paul) oder das innere Ausland (Sigmund Freud) machen uns zu Fremden in uns selbst. In dem Maße, wie das Heilige banalisiert wird, sakralisieren wir das Banale (Vilém Flusser). Ein Beispiel: Der Arbeitsplatz ist uns heiliger als die Arbeit. Lieber das Nichts und die Vernichtung produzieren als nichts produzieren. Wir schlagen nach bei Hartmut Böhme

 

25. November:

Religion und Konsum: Wir möchten Wege aufzeigen aus der Säkularisierungs- und Fetisch-Falle. Denk-, leb- und praktizierbare Alternativen zur spirituellen und gesellschaftlichen, zur ökonomischen und politischen Verweltlichung, zur Globalisierung mithin; Alternativen auch zur Heiligsprechung von Waren (Marken!). Haben wir nun ein Preis- oder ein Wertproblem? Was einen Preis hat, hat keinen Wert. (Shakespeare)

 

VORSCHAU III:

Eine kriminologisch-kulinarische Abendunterhaltung

Was dem einen seine Brissago (Wachtmeister Studer), ist dem andern sein geschmortes Kaninchen (Kommissar Maigret) und dem dritten seine Kalbsleber (Inspektor Ibele). Kriminalromane boomen – und sind gleichwohl eine der ältesten literarischen Gattungen, eine der erfolgreichsten sowieso. Nicht selten ist dabei Kulinarisches im Spiel. Verbrecher und Feinspitze ziehen sich an. Neben aller Unterhaltung und Spannung aber bieten Kriminalromane immer wieder einen gründlichen philosophischen Blick in die menschliche Seele. Drei ausgesuchte Autoren und ihre Helden möchten wir Ihnen im Rahmen eines kulinarisch aufgepeppten Sonntagabends vorstellen: Georges Simenon und seinen Maigret, Friedrich Glauser und den Wachtmeister Studer und Peter Natter mit seinem Inspektor Ibele.

Bildungshaus Batschuns

14. Nov. 2010, 17.00 – 21.00 Uhr

Euro 40,- inkl. Lesung, Aperitif, Drei-Gang-Menü

Anmeldung  bis spätestens 8. Nov. 2010

 

 

 

Wem die Welt gehört

20. Mai 2009

“Im heutigen Leben gehört die Welt  nur den Narren, den Grobschlächtigen und den Betriebsamen. Das Recht zu leben und zu triumphieren erwirbt man heute fast durch die gleichen Verfahren, mit denen man die Einweisung in ein Irrenhaus erreicht: die Unfähigkeit zu denken, die Unmoral und die Übererregtheit.” (Fernando Pessoa, “Das Buch der Unruhe”)

Darüber nachzudenken: wirklich nachzudenken! und zu reden sollte sich lohnen - überall dort, wo derzeit von Krise gefaselt wird statt das eine anzupacken, das not tut!  Es sollte sich lohnen für jede(n) einzelne(n), für Unternehmungen aller Art und für gesellschaftspolitisch relevante Gremien. Lassen Sie es uns angehen!

Ethik ist Alltag: Was ist der Mensch?

20. Mai 2009

 

Von Zeit zu ZeitDer Garten des Menschlichen

 

Drei Abende Zeit im Herbst 2009/Frühjahr 2010 (Bildungshaus Batschuns): 

 

Eine philosophisch-soziologisch-psychologisch-politisch motivierte & fundierte Suche, Analyse & Reflexion zur vielleicht wirksamsten & umwälzendsten ERFINDUNG, die Menschen je gemacht haben: Sie haben die Zeit, d.h. sich selbst erfunden.

 

„Deshalb ist alle Philosophie des Todes eine Meditation des Lebens über sich selbst und über seine unabwendbare Bedrohtheit, genauso wie alle Philosophie des Nichts ein Nachsinnen ist über das Sein und seine Grenzen in Raum und Zeit.“

(Manès Sperber, Sokrates)

 

1. Abend (24. Sept. 2009)

Martin Heidegger: „Sein und Zeit“ (1927)

DER Klassiker der Philosophie im 20. Jahrhundert. Der Weg dieser Untersuchung „bleibt auch heute noch ein notwendiger, wenn die Frage nach dem Sein unser Dasein bewegen soll.“ (Heidegger): Die Frage nach dem Grund des Seins ist die Frage nach dem Sinn des Daseins. Wie René Descartes nach dem Unwiderrufbaren der menschlichen Existenz gesucht hat („Ich denke, also bin ich“), so erforscht Heidegger einen „natürlichen Weltbegriff“; denn dem Menschen soll Heimat werden.

 

2. Abend (Frühjahr 2010)

Jean-Paul Sartre: „Das Sein und das Nichts“ (1943)

Die monumentale Studie über das menschliche Scheitern. Im Scheitern findet der Mensch seinen Platz. Wenn ihm das Scheitern gelingt, ist er Mensch geworden. „Wir alle sind Scheiterer.“ (Vilém Flusser) Das Wesen des Menschen liegt begründet in seiner Freiheit. Sie ist Fluch und Segen in einem. Auf der einen Seite des Grats liegt die Hölle („Die Hölle, das sind die andern.“ Sartre), das Nichts, auf der anderen Seite wartet das Sein, die Aktualität der konkreten, aber kontingenten Existenz.

 

3. Abend (Frühjahr 2010)

Carl Friedrich von Weizsäcker: „Zeit und Wissen“ (1992)

„… möglicherweise das tiefste naturwissenschaftlich-philosophische Buch des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk): ein Werk, in dem der Versuch unternommen wird, Wachen und Denken, Handeln und Reflektieren in einem zeitgenössisch-intellektuellen Projekt wieder in eine überzeugende Verbindung zu bringen. Wie also können wir Heutigen uns mit all unserem Wissen, das uns als Wissende obsolet, d.h. antiquiert (Günter Anders) werden lässt, wieder ernst nehmen: So ernst, wie noch Sokrates den Menschen genommen hat. Denn die Freiheit liegt im Anfangenkönnen, nicht im Aufhörenmüssen.

Herzlich Willkommen!

20. Mai 2009

“Es lässt sich auch ohne Philosophie leben. Der Mensch ist nahezu dadurch definitionsfähig, dass er ohne das meiste leben kann. Mir würde die Stärke der Erklärung bei weitem genügen, jemand möchte nicht mehr ohne Philosophie leben.” (Hans Blumenberg)

„Die einzige, wirklich notwendige Literatur ist immer eine Antwort auf Fragen, die noch nicht gestellt worden sind.” (Julien Gracq)