Aktuell

15. September 2009
VORSCHAU
"IBELES FEUER" - Lesung mit Peter Natter am 1.3.

DREI PHILOSOPHISCHE REFERATE IM BILDUNGHAUS BATSCHUNS
“PHILOSOPHISCHE SPURENSUCHE”

Von Menschen lernen - Vom Lernen der Menschen

Do, 26. April 2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Theodor W. Adorno/Max Horkheimer: Dialektik der Aufklärung oder Gedanken zur Vergangenheit der Zukunft

Aufklärung oder Nicht-Aufklärung, das ist hier die Frage. Licht oder Dunkel, Wissen oder Meinen, Reden oder Raunen, Denker oder Dummies, Freiheit oder Fun. Haben wir wirklich die Wahl? Der pervertierte Wille zur Macht, wie ihn uns die Finanzmärkte und Politgangster als Kehrseite von Wissenschaft und Moral täglich vor Augen führen, findet in Adorno/Horkheimers Meisterwerk seine unerbittliche, scharfsinnige Darstellung.

Der Urtext von der Janusköpfigkeit allen Fortschritts.

Do, 24. Mai 2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Henry David Thoreau (+ 6. 5. 1862) oder das wirkliche Leben ist kein Leben

Der unermüdliche und konsequente Kämpfer für Bürgerrechte – in Globalisierungs- und Nivellierungszeiten so aktuell denn je; der Vordenker aller Ökologen, der Einsiedler vom Walden-See, der Lebenslerner. „Kein schöneres und tieferes Buch in der amerikanischen Literatur“ (Hermann Hesse) als Thoreaus Beschreibung der zweijährigen Klausur, sein eindringliches Plädoyer für Freiheit und ein selbstbestimmtes Dasein.

Do, 14. Juni 2012, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Jean-Jacques Rousseau (*28. 6. 1712) oder vom Rückzug ins Leben.

Rousseau ist auch nach dreihundert Jahren noch immer der große Menschheitslehrer. Seine Lektionen handeln von der Notwendigkeit des Optimismus und der Unvermeidlichen des Pessimismus, von der Auseinandersetzung mit dem Tod, vom Rückzug aus der Hektik des Alltags, von den Wonnen der Wehmut und der Erziehung der Kinder zu mündigen Menschen. Ein Denker von enormer innerer Zerrissenheit, ein Zivilisationskritiker und Gesellschaftstheoretiker ersten Ranges.

Wem die Welt gehört

20. Mai 2009

“Im heutigen Leben gehört die Welt  nur den Narren, den Grobschlächtigen und den Betriebsamen. Das Recht zu leben und zu triumphieren erwirbt man heute fast durch die gleichen Verfahren, mit denen man die Einweisung in ein Irrenhaus erreicht: die Unfähigkeit zu denken, die Unmoral und die Übererregtheit.” (Fernando Pessoa, “Das Buch der Unruhe”)

Darüber nachzudenken: wirklich nachzudenken! und zu reden sollte sich lohnen - überall dort, wo derzeit von Krise gefaselt wird statt das eine anzupacken, das not tut!  Es sollte sich lohnen für jede(n) einzelne(n), für Unternehmungen aller Art und für gesellschaftspolitisch relevante Gremien. Lassen Sie es uns angehen!

Ethik ist Alltag: Was ist der Mensch?

20. Mai 2009

Von Zeit zu ZeitDer Garten des Menschlichen

Drei Abende Zeit - zu buchen HIER !!!

Eine philosophisch-soziologisch-psychologisch-politisch motivierte & fundierte Suche, Analyse & Reflexion zur vielleicht wirksamsten & umwälzendsten ERFINDUNG, die Menschen je gemacht haben: Sie haben die Zeit, d.h. sich selbst erfunden.

„Deshalb ist alle Philosophie des Todes eine Meditation des Lebens über sich selbst und über seine unabwendbare Bedrohtheit, genauso wie alle Philosophie des Nichts ein Nachsinnen ist über das Sein und seine Grenzen in Raum und Zeit.“

(Manès Sperber, Sokrates)

1. Abend

Martin Heidegger: „Sein und Zeit“ (1927)

DER Klassiker der Philosophie im 20. Jahrhundert. Der Weg dieser Untersuchung „bleibt auch heute noch ein notwendiger, wenn die Frage nach dem Sein unser Dasein bewegen soll.“ (Heidegger): Die Frage nach dem Grund des Seins ist die Frage nach dem Sinn des Daseins. Wie René Descartes nach dem Unwiderrufbaren der menschlichen Existenz gesucht hat („Ich denke, also bin ich“), so erforscht Heidegger einen „natürlichen Weltbegriff“; denn dem Menschen soll Heimat werden.

2. Abend

Jean-Paul Sartre: „Das Sein und das Nichts“ (1943)

Die monumentale Studie über das menschliche Scheitern. Im Scheitern findet der Mensch seinen Platz. Wenn ihm das Scheitern gelingt, ist er Mensch geworden. „Wir alle sind Scheiterer.“ (Vilém Flusser) Das Wesen des Menschen liegt begründet in seiner Freiheit. Sie ist Fluch und Segen in einem. Auf der einen Seite des Grats liegt die Hölle („Die Hölle, das sind die andern.“ Sartre), das Nichts, auf der anderen Seite wartet das Sein, die Aktualität der konkreten, aber kontingenten Existenz.

3. Abend

Carl Friedrich von Weizsäcker: „Zeit und Wissen“ (1992)

„… möglicherweise das tiefste naturwissenschaftlich-philosophische Buch des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts“ (Peter Sloterdijk): ein Werk, in dem der Versuch unternommen wird, Wachen und Denken, Handeln und Reflektieren in einem zeitgenössisch-intellektuellen Projekt wieder in eine überzeugende Verbindung zu bringen. Wie also können wir Heutigen uns mit all unserem Wissen, das uns als Wissende obsolet, d.h. antiquiert (Günter Anders) werden lässt, wieder ernst nehmen: So ernst, wie noch Sokrates den Menschen genommen hat. Denn die Freiheit liegt im Anfangenkönnen, nicht im Aufhörenmüssen.

Herzlich Willkommen!

20. Mai 2009

“Es lässt sich auch ohne Philosophie leben. Der Mensch ist nahezu dadurch definitionsfähig, dass er ohne das meiste leben kann. Mir würde die Stärke der Erklärung bei weitem genügen, jemand möchte nicht mehr ohne Philosophie leben.” (Hans Blumenberg)

„Die einzige, wirklich notwendige Literatur ist immer eine Antwort auf Fragen, die noch nicht gestellt worden sind.” (Julien Gracq)


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